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Wie jeder Mensch habe ich aufgrund meiner Erfahrungen und Erlebnisse meine ganz eigene persönliche Einstellung und Ansicht zu bestimmten Themen gebildet. Dabei gelten für mich aber stets die Grundsätze: „Errare humanum est“.
Deshalb bin ich immer am Lernen, korrigiere manche meiner Meinungen und Methoden und bin immer offen für konstruktive Kritik.
„Niemand besitzt die absolute Wahrheit“
„Viele Wege führen nach Rom, aber jeder muss seinen Eigenen in seinem individuellen Tempo gehen“ Ich habe meine Wege gefunden, vermittle sie auch größtenteils in meinen Kursen. Wenn jedoch jemand auf der Suche nach einer alternativen Vorgehensweise ist, bin ich gerne bereit, andere Methoden zu zeigen. Im Hinblick auf die Pferde habe ich in meinen Lebensjahren schon einiges herausgefunden, das leider in keiner mir bekannten Reitschule vermittelt wird:
Aufgrund der anatomischen und geistigen Reife arbeite ich erst mit Pferden ab circa vier Jahren. An meinen Kursen nehmen auch jüngere Pferde teil, allerdings achte ich darauf, dass nur die nötigsten Grundlektionen erlernt werden. Kleiner Denkanstoß: Meine Tiere sollen mindestens 30 Jahre alt werden; haben sie sich da nicht vier Jahre verdient, in denen sie noch so natur/artgerecht wie möglich leben dürfen?
Gebisse gehören leider meist zur Standardausrüstung eines Reiters ohne dass dieser über die Vor-und Nachteile Bescheid weiß. Ich bin kein Gebissgegner, reite meine Pferde aber hauptsächlich ohne Metall im Maul. Dabei habe ich die verschiedensten Arten der „Maul-schonenden“ Zäume ausprobiert, bin schlussendlich beim Stallhalfter oder Halsring hängen geblieben. Pferde haben auch Zähne und ab und zu Probleme damit; zu dieser Erleuchtung bin ich gekommen, als Sturm als 7 jähriger! sein Futter dazu benutzte seine durch Kanten zerbissenen Backen zu schützen. Ab diesem Zeitpunkt werden unsere Equiden mindestens 1-mal jährlich von der sehr kompetenten Pferdezahnärztin Frau Mag. Silke Stolz (www.pferdezahnarzt.at ) behandelt. Die daraus resultierende Verbesserung der Rittigkeit und Futterverwertung sprechen für sich. Lange war ich auf der Suche nach einem passenden Sattel, der meinen verschiedenen Anforderungen gerecht wird. Mit dem TORSION® haben wir einen Sattel gefunden, der sehr leicht dem sich ständig verändernden Pferderücken anzupassen ist und dem Gefühl des ohne Sattel Reitens noch am Nächsten kommt. Denn auch ein passender Sattel ist ein sehr wichtiger Bestandteil im Leben eines gesunden und zufriedenen Pferdes. Nach jahrelangem unreflektiertem Beschlagenlassen unserer Pferde, haben wir durch die Hufrehe von Lilo den Zugang zum Barhuf gefunden. Mit viel Lesen und Lernen durch Begleiten eines einmaligen Hufschmiedes schneiden wir unsere Tiere seit einigen Jahren nun selber aus und benutzen bei extremen Belastungen Hufschuhe (Renegade). Auch in diesem Bereich ist es erschreckend, wie wenig Aufklärung vorhanden ist. In vielen Ställen leben nicht korrekt beschlagene Pferde, die durch ihre minimale Beanspruchung gar keine Eisen nötig hätten… Auch in Hinblick auf Stallsysteme und Weiden habe ich mir eine eigene Meinung gebildet. Bei mir gilt; je natürlicher desto besser. Deshalb werden unsere Tiere im Offenstall gehalten, wobei die Pferde im Sommer/Herbst 24 Stunden auf den Wiesen sind. Diese Haltungsform danken sie uns durch Robustheit, Trittsicherheit und seelischer Ausgeglichenheit. Mein Umgang mit Tieren ist geprägt von Respekt für jedes Lebewesen. Natürlich versuche ich meine Ausbildungswege so gewaltfrei und naturnah wie nur möglich zu gestalten. Dabei orientiere ich mich immer am Umgang der Tiere untereinander. Eingedenk der Situation aber, dass wir diese einmal wildlebenden Tiere domestiziert haben und nun mit ihnen auf sehr engen Raum mit körpernahem Umgang zusammenleben, achte ich in jeder Situation auf die Sicherheit für Mensch und Tier. Diese kann aber nur durch genügend mentale Stärke des Menschen, die so gerne als Dominanz beschrieben wird, Konsequenz und dem nötigen Fachwissen erreicht werden.
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