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Seit nun knapp 6 Jahren gebe ich Kurse im Bereich der Bodenarbeit, insbesondere für Zirkuslektionen. Da mir anscheinend die Möglichkeit, mein Wissen verständlich zu vermitteln gegeben ist, stelle ich mich immer wieder gerne der Herausforderung in sehr kurzer Zeit die Kommunikation zwischen den verschiedensten Mensch-Pferdpaaren zu erweitern und zu verbessern.

Sinn und Zweck

Die Vorteile der Zirkuslektionen sind weitgestreut. Richtig angewendet verbessern sie das Körpergefühl, Gleichgewicht und die Beweglichkeit des Pferdes. Sie haben einen enormen gymnastischen Wert, je nach Lektion steigern oder korrigieren sie das Selbstvertrauen. Durch regelmäßige Übung werden Alltagssituationen wie zum Beispiel Hufauskratzen erleichtert und die Kommunikation zwischen Mensch und Tier verfeinert. Da es eine riesige Palette an Übungen und Tricks gibt, ist für jedes Pferd etwas dabei, das ihm Spaß macht. Dadurch wird es motiviert und findet Freude an der Arbeit. Natürlich verbessert sich durch bestimmte Übungen das Vertrauen in den Menschen, was in gefährlichen Situationen nur von Vorteil sein kann. Schlussendlich darf man natürlich nicht vergessen, dass ein harmonisch ausgeführtes Kompliment schön anzuschauen ist, was beim Präsentieren das Selbstbewusstsein des Menschen verbessert ;o)

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Wichtig: Immer wieder treffe ich auf Pferde, die ganz offensichtlich oder erst beim näheren Hinsehen zu bestimmten Bewegungsabläufen körperlich gar nicht fähig sind. Nach Abklärung durch Fachkräfte wurde meist eine Blockade in der Wirbelsäule oder Ähnliches festgestellt. Nach der Behandlung zeigten die Pferde eindeutige Verbesserungen beim Ausführen der gewünschten Übungen- Zirkuslektionen können also auch auf vorhandene Probleme aufmerksam machen!

Kursaufbau

Generell komme ich ab 5 bis maximal 10 Teilnehmern zu ihnen in den Stall.  Der Kurs besteht aus einer Theorieeinheit, die meist Freitagnachmittag abgehalten wird und vier Praxiseinheiten. Diese werden auf zwei Tage jeweils eine vormittags und eine nachmittags aufgeteilt. Je nach Teilnehmern wird mit 1-4 Pferden gleichzeitig gearbeitet.

Der Kurs ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Es wird auf jedes Tier/jeden Menschen und deren Wünsche ganz individuell eingegangen. Allerdings ist es für das Erlernen von Zirkuslektionen Voraussetzung, dass ein Pferd:
  • ruhig und gelassen stehen bleibt
  • sich an allen Körperstellen angreifen lässt
  • an Bauchgurt gewöhnt und
  • körperlich nicht zu eingeschränkt ist.
Natürlich helfe ich gerne bei Problemen in diesen Bereichen, allerdings kann dabei an einem Wochenende nicht daran UND an Zirkuslektionen gearbeitet werden!

Bitte beachten: dass ein geeigneter Übungsplatzes (idealer Weise eingezäunt) vorhanden sein sollte. Ein nicht zu harter (gefroren, Kiesel, Beton,...) oder weicher (verregnet, viel Hackschnitzel, Sägespäne,...) Boden ist für das reibungslose Erlernen von Lektionen zur Erde von großer Wichtigkeit. Zudem sollte die Atmosphäre im Arbeitsbereich ruhig stress- und lärmfrei sein.
Sehr effektiv wäre es, wenn ein Round-Pen, OutdoorCd-Player, Videogerät vorhanden wären.

Utensilien

Bestechung
Je nach Wunsch arbeite ich bei den Kursen mit oder ohne Leckerli, allerdings ist es bedingt durch die intensiven Einheiten besser, wenn an den Wochenenden Bestechungen nicht fehlen. Über Vor- und Nachteile kläre ich gerne auf, insbesondere muss hier wieder auf das Pferd eingegangen werden; kleinere Haflinger-Gierschlunde bekommen meist nicht so viel wie lethargische Warmblüter.

Gebiss
Grundsätzlich arbeite ich bei Erlernen von Lektionen mit einem gut sitzenden Stallhalfter und Halsriemen. Ich distanziere mich von der Methode, das Pferd durch Zug im Maul schnell ins Kompliment zu zwingen. Genauso wenig locke ich es mit Leckerlis in die gewünschte Position. Ich bin der Ansicht, dass es für das Pferd am Schonendsten ist und auf lange Sicht gesehen, den größten Erfolg bringt, wenn dem Tier Zeit gegeben wird, sich an den neuen Bewegungsablauf zu gewöhnen. Aus diesem Grund schaffen die wenigsten Pferde im ersten Kurs den Weg ins Kompliment! Ich bin nicht auf Effekthascherei aus, sondern möchte dem Menschen-Pferdepaar einen Weg zeigen, den sie im gemeinsamen Üben gehen können.

Beinlonge
Ihr Ruf ist meist schlechter, als sie es verdient. Ich arbeite in den Kursen immer mit Beinlonge, meinen Tieren habe ich das Meiste ohne beigebracht. Die Vor- und Nachteile werden im Zuge des Kurses dargelegt, bis jetzt hatte ich nur wenige Fälle, in denen die Arbeit ohne Beinlonge sinnvoll war.
Zudem bin ich zur Zeit am Entwickeln einer "alternativen" Beinlonge, die viele Fehler, die bei der Arbeit auftauchen abpuffern kann.
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Gerte
Eines unserer wichtigsten Verständigungshilfen: der verlängerte Arm. Eine circa 1 m lange harte Gerte wird benötigt, damit man das Endziel, eine Lektion nur mehr auf Gertenzeig zu erreichen näherkommt. Natürlich gibt es auch hier Pferde, die ohne dieses Hilfsmittel besser mitarbeiten- über mögliche Alternativen kann ich gerne im Zuge des Kurses Auskunft geben.

Zukunftsmusik

Obwohl ich mich von der Welt des Showbusiness bewusst verabschiedet habe, möchte ich in Zukunft den einen oder anderen kleinen Auftritt absolvieren. Seit Jahren bin ich in Kontakt mit Menschen, die fantastische Zirkusclowns als Pferde haben und gerne eine gemeinsame Shownummer einstudieren würden. Wenn auch du an so etwas gedacht hast, melde dich einfach; DENN 1-2 Pferde sieht man auf jeder Messe Zirkusnummern aufführen, doch eine wirkliche Zirkuslektionenshowtruppe wäre einzigartig in Österreich.
Wichtig ist mir dabei aber, dass die Tiere (und Menschen) „Spaß“ an der Sache haben, nicht gegen ihren Willen arbeiten müssen (siehe Gebiss etc.) und auch nicht ausgenutzt werden. Viel zu oft sieht man ganz eindeutig physisch/psychisch kranke oder viel zu junge Tiere, die meist unter Schmerzen Lektionen ausführen müssen, die sie total überfordern.

In der Manege hat man eine Vorbildwirkung und das sollte man nie vergessen!